Der Kreislauf einer Wärmepumpe hat vier Schritte und ist derselbe wie in einem Kühlschrank, nur andersherum gedacht. Wer ihn einmal verstanden hat, versteht auch die beiden Zahlen, um die es beim Kauf geht: die Jahresarbeitszahl und die Vorlauftemperatur.
Die vier Schritte
Erstens verdampft ein Kältemittel im Verdampfer und nimmt dabei Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser auf; das funktioniert auch bei niedrigen Temperaturen, weil das Mittel einen sehr tiefen Siedepunkt hat. Zweitens verdichtet ein Kompressor den Dampf, wodurch Druck und Temperatur steigen. Drittens gibt der heisse Dampf im Verflüssiger seine Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig. Viertens entspannt ein Ventil das Kältemittel, und es beginnt von vorn.
Wo der Strom hingeht
In den Verdichter. Alles andere läuft mit dem Temperaturgefälle. Deshalb liefert eine Wärmepumpe mehr Wärme, als sie Strom verbraucht, und deshalb steigt der Verbrauch, wenn die Anlage einen grösseren Temperatursprung überwinden muss. Enpal rechnet diesen Zusammenhang direkt in Euro um: 1.200 € Stromkosten im Jahr bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 gegen 933 € bei 4,5.
Warum das Haus mitentscheidet
Der Temperatursprung ist der Abstand zwischen Quelle und Vorlauftemperatur. Die Quelle ist gegeben, die Vorlauftemperatur ergibt sich aus den Heizflächen: alte Radiatoren wurden für rund 70 Grad ausgelegt, eine Flächenheizung kommt mit 35 aus. Ein Haus, das mit niedriger Temperatur warm wird, macht aus demselben Gerät eine effizientere Anlage, ohne dass am Gerät etwas anders wäre.
Was das für die Wahl bedeutet
Zuerst kommt die Heizlastberechnung, dann die Frage nach der Wärmequelle, dann die Auslegung. Das Fabrikat kommt zuletzt, und zwischen den Bauarten liegt mehr Geld als zwischen zwei Geräten: Enpal ordnet sie mit 'Luft-Wasser-Wärmepumpen sind mit 29.000 bis 47.000 € am günstigsten, Grundwasserwärmepumpen mit 42.000 bis 68.000 € am teuersten.'
Questions people ask about wie funktioniert wärmepumpe
Funktioniert eine Wärmepumpe wie ein Kühlschrank?
Technisch ja, mit demselben Kreisprozess. Der Kühlschrank entzieht dem Innenraum Wärme, die Wärmepumpe entzieht sie der Umwelt und gibt sie ans Heizwasser ab.
Wofür braucht sie Strom?
Für den Verdichter. Die Wärme selbst kommt aus Luft, Erdreich oder Grundwasser, und deshalb liefert die Anlage mehr Wärme als sie Strom verbraucht.
Warum sinkt die Effizienz bei hoher Vorlauftemperatur?
Weil der Verdichter einen grösseren Temperatursprung überwinden muss. Enpal beziffert den Unterschied zwischen JAZ 3,5 und 4,5 mit 1.200 € gegen 933 € im Jahr.