Der Heizstab ist ein schlichter elektrischer Widerstand im Heizkreis, und er ist der Grund, warum manche Wärmepumpen im Januar eine Stromrechnung produzieren, mit der niemand gerechnet hat. Er ist als Reserve richtig und als Dauerbetrieb das Teuerste, was eine Wärmepumpenanlage tun kann.
Was er kostet, wenn er läuft
Ein Heizstab hat eine Arbeitszahl von eins: eine Kilowattstunde Strom wird eine Kilowattstunde Wärme. Die Wärmepumpe selbst liefert nach Enpals Rechnung drei bis fünf: 'Luft-Wasser (JAZ 3,5): 20.000 ÷ 3,5 = 5.714 × 0,21 = 1.200 € pro Jahr'. Für den Anteil, den der Heizstab übernimmt, fällt also das Drei- bis Fünffache an. Eine Woche Heizstabbetrieb kostet, was sonst ein Monat kostet.
Wofür er gebaut ist
Für drei Fälle. Erstens für die Spitzenlast an sehr kalten Tagen, unterhalb des Bivalenzpunkts, wenn die Wärmepumpe allein nicht mehr reicht. Zweitens für die thermische Desinfektion des Warmwasserspeichers, die eine höhere Temperatur verlangt, als die Wärmepumpe wirtschaftlich liefert. Drittens als Notheizung bei einer Störung. In allen drei Fällen ist er richtig und in keinem ist er Dauerbetrieb.
Woran man erkennt, dass er zu oft läuft
An einem Stromverbrauch, der deutlich über dem liegt, was die Auslegung versprochen hat, und an einer gemessenen Jahresarbeitszahl unter dem geplanten Wert. Messen lässt sich das nur mit einem Wärmemengenzähler; co2online rechnet ihn ausdrücklich in seine Anschaffungszahl ein: 'etwa 22.500 Euro, inklusive Speicher, Wärmemengenzähler und Pumpe'. Ohne ihn ist die Arbeitszahl eine Annahme.
Was dagegen hilft
Eine Auslegung, deren Bivalenzpunkt tief genug liegt, eine Heizkurve, die nicht unnötig hoch fährt, und eine Speichertemperatur, die nur für die Desinfektion kurz angehoben wird. Alle drei sind Einstellungen und keine Bauteile, und alle drei gehören in die Inbetriebnahme, nicht in die zweite Heizperiode.
Questions people ask about heizstab wärmepumpe
Wofür ist der Heizstab da?
Für die Spitzenlast unter dem Bivalenzpunkt, für die thermische Desinfektion des Speichers und als Notheizung bei Störung.
Warum ist er so teuer?
Er hat eine Arbeitszahl von eins, die Wärmepumpe drei bis fünf. Für seinen Anteil fällt also das Drei- bis Fünffache an.
Wie merke ich, dass er zu oft läuft?
An einem Verbrauch über der Auslegung und einer gemessenen Arbeitszahl darunter. Messen lässt sich das nur mit einem Wärmemengenzähler.