Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit dem vorhandenen Gas- oder Ölkessel: die Wärmepumpe übernimmt den grössten Teil des Jahres, der Kessel springt an den kältesten Tagen ein. Das klingt nach einem Kompromiss ohne Nachteile und hat zwei: man bezahlt und wartet zwei Systeme.
Was sie kostet
Die Wärmepumpe kostet, was sie kostet, und der Kessel bleibt. Die neun Anbieter mit einer Gesamtspanne nennen für die Wärmepumpe 8.000 € bis 68.000 €. Gespart wird gegenüber einer reinen Wärmepumpe allenfalls an der Dimensionierung, weil die Anlage kleiner ausgelegt werden kann; dafür bleiben Schornstein, Gasanschluss und die Wartung des Kessels als laufende Posten bestehen. Keine der zwölf gelesenen Seiten veröffentlicht einen eigenen Preis für eine Hybridanlage.
Was sie technisch bringt
Sie nimmt der Auslegung das Risiko des kältesten Tages ab. Genau dieser Tag zwingt eine reine Wärmepumpe zur grössten Dimensionierung, und eine zu grosse Anlage taktet den Rest des Jahres. Der Kessel als Spitzenlastgerät löst das. Der Preis dafür ist, dass an den kalten Tagen wieder mit fossilem Brennstoff geheizt wird, und das sind die Tage mit dem höchsten Verbrauch.
Was die Förderlage dazu sagt
co2online führt in seiner Übersicht eine eigene Fussnote für den Hybridfall: '¹ für Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe in Bestandsgebäuden 30 %'. Das ist deutlich weniger als die bis zu 70 oder 80 Prozent, die thermondo und Sanierklar für die reine Wärmepumpe nennen, und dieser Unterschied verschiebt die Rechnung mehr als die eingesparte Dimensionierung.
Wann sie trotzdem sinnvoll ist
Wenn der vorhandene Kessel noch jung ist und die Heizflächen eine hohe Vorlauftemperatur erzwingen, sodass eine reine Wärmepumpe eine schlechte Arbeitszahl hätte. Dann ist die Hybridlösung ein Zwischenschritt, der die Heizkosten sofort senkt und die teure Sanierung der Heizflächen auf später verschiebt. Als Dauerzustand bezahlt man zwei Systeme.
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Was kostet eine Hybridheizung?
Keine der zwölf gelesenen Seiten veröffentlicht einen eigenen Preis. Die Wärmepumpe kostet, was sie kostet, und der Kessel bleibt samt seiner Wartung.
Wird eine Hybridheizung gefördert?
co2online nennt für eine Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe in Bestandsgebäuden 30 Prozent, gegenüber bis zu 70 oder 80 Prozent für die reine Wärmepumpe.
Wann lohnt sie sich?
Wenn der vorhandene Kessel jung ist und die Heizflächen eine hohe Vorlauftemperatur erzwingen. Als Dauerlösung zahlt man zwei Systeme.