Bei minus fünfzehn Grad arbeitet eine Luftwärmepumpe noch, aber schlechter, und ob sie allein reicht, entscheidet die Auslegung und nicht das Datenblatt. Zwei Dinge passieren gleichzeitig, und beide ziehen in dieselbe Richtung.
Was technisch geschieht
Erstens steigt der Wärmebedarf des Hauses, weil der Temperaturunterschied nach draussen grösser ist. Zweitens sinkt die Arbeitszahl der Anlage, weil der Verdichter einen grösseren Sprung zwischen Quelle und Vorlauf überwinden muss. Der Verbrauch steigt also doppelt: mehr Wärme wird gebraucht und jede Kilowattstunde davon kostet mehr Strom.
Wann der Heizstab zuschaltet
Unterhalb des Bivalenzpunkts, den die Auslegung festlegt. Liegt er bei minus zehn Grad, läuft die Anlage bei minus fünfzehn im Mischbetrieb. Der Heizstab hat eine Arbeitszahl von eins, wo die Wärmepumpe nach Enpals Rechnung drei bis fünf liefert: 'Luft-Wasser (JAZ 3,5): 20.000 ÷ 3,5 = 5.714 × 0,21 = 1.200 € pro Jahr'. Für seinen Anteil fällt das Mehrfache an.
Warum das die Jahresrechnung nur begrenzt trifft
Weil sehr kalte Tage in den meisten deutschen Regionen selten sind. Die Jahresarbeitszahl mittelt über die ganze Heizperiode, und die besteht überwiegend aus Tagen zwischen null und zehn Grad. Deshalb ist die Leistungszahl bei minus fünfzehn eine schlechte Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit und eine gute für die Frage, ob es im Haus warm bleibt.
Was in den veröffentlichten Zahlen davon steckt
co2online nennt eine Jahresspanne von 'zwischen 230 und 1.400 Euro pro Jahr, je nach Größe und Dämmung des Hauses und Art der Wärmepumpe' und ergänzt, ein ungedämmtes Haus könne deutlich darüber liegen. Genau in dieser Obergrenze steckt der Kälteanteil. Ein gut gedämmtes Haus mit tiefem Bivalenzpunkt bleibt am unteren Ende, ein ungedämmtes mit hohem Bivalenzpunkt am oberen.
Questions people ask about luftwärmepumpe bei minus 15 grad
Funktioniert eine Luftwärmepumpe bei minus 15 Grad?
Ja, aber mit geringerer Arbeitszahl. Ob sie allein reicht, entscheidet der ausgelegte Bivalenzpunkt.
Wie viel mehr Strom braucht sie dann?
Deutlich mehr, weil gleichzeitig der Bedarf steigt und die Arbeitszahl sinkt. Für den Anteil des Heizstabs fällt das Drei- bis Fünffache an.
Trifft das die Jahresrechnung stark?
Begrenzt, weil sehr kalte Tage selten sind. co2online nennt als Jahresspanne 230 bis 1.400 Euro, je nach Haus und Bauart.