In einer Wohnung scheitert die Wärmepumpe fast nie an der Technik und fast immer an der Zuständigkeit. Aufstellort, Schall, Zähler und Netzanschluss betreffen das Gebäude, nicht die Wohnung, und deshalb entscheidet darüber die Eigentümergemeinschaft oder der Vermieter.
Was baulich in Frage kommt
Für eine einzelne Wohnung praktisch nur eine Luft-Luft-Anlage oder eine Split-Lösung mit Aussengerät, denn eine Erdsonde oder ein Brunnen gehören zum Grundstück und damit der Gemeinschaft. Kesselheld beziffert die Luft-Luft-Variante mit 'grob zwischen 8.000 und 16.000 Euro, wobei die Erschliessung entfällt, da nur Luft angesaugt wird', weist aber darauf hin, dass sie kein Wasser erwärmt: Warmwasser braucht dann eine eigene Lösung.
Wer zustimmen muss
Das Aussengerät hängt an der Fassade oder steht auf einer Gemeinschaftsfläche, beides ist Gemeinschaftseigentum. Der Anschluss betrifft die Hauselektrik. Und die Anmeldung ist ohnehin Pflicht: NAV § 19 Absatz 2 verlangt, dass Änderungen an der Anlage dem Netzbetreiber mitzuteilen sind, 'soweit sich dadurch die vorzuhaltende Leistung erhöht oder mit Netzrückwirkungen zu rechnen ist'.
Der Schall, der nach draussen geht
Ein Aussengerät an der Fassade strahlt Schall in Richtung der Nachbarwohnungen und des Nachbargrundstücks ab. Die TA Lärm nennt Immissionsrichtwerte je Gebietstyp, 'in allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten tags 55 dB(A) nachts 40 dB(A)', in reinen Wohngebieten 50 dB(A) tags. Im Mehrfamilienhaus ist der nächste Immissionsort oft nur wenige Meter entfernt, und das ist die härteste Beschränkung dieses Falls.
Die Lösung, die häufiger trägt
Eine Anlage für das ganze Gebäude statt für eine Wohnung. Sanierklar beschreibt die Förderstaffel dafür: 'Bei Mehrfamilienhäusern staffeln sich die förderfähigen Kosten: Für die zweite bis sechste Wohneinheit gelten jeweils 15.000 €, ab der siebten Wohneinheit 8.000 €.' Das ist die Rechnung, die eine Eigentümergemeinschaft aufmacht, und sie fällt pro Wohnung günstiger aus als jede Einzellösung.
Questions people ask about wärmepumpe wohnung
Geht eine Wärmepumpe in einer Wohnung?
Technisch mit einer Luft-Luft- oder Split-Lösung, praktisch nur mit Zustimmung der Eigentümergemeinschaft oder des Vermieters.
Was kostet sie?
Kesselheld beziffert die Luft-Luft-Variante mit grob 8.000 bis 16.000 Euro. Warmwasser braucht eine eigene Lösung, für die keine der gelesenen Seiten einen Preis veröffentlicht.
Was ist die Alternative?
Eine Anlage fürs ganze Gebäude. Sanierklar nennt dafür die Förderstaffel von 15.000 € je Wohneinheit ab der zweiten und 8.000 € ab der siebten.